Vier Tage in Melbourne: Unsere Highlights und Tipps
„Unsere absolute Lieblingsstadt in ganz Australien“
~Helena und Niko
Unsere Highlights und Tipps
G’day mate, how’s it going? (Hey, wie geht’s). Melbourne – Liebe auf den zweiten Blick.
Unser Start in Melbourne ist… sagen wir mal: durchwachsen. Der Bus vom Flughafen lässt ewig auf sich warten, wir kommen erst spät abends an, und natürlich fängt es ausgerechnet dann an zu regnen. Perfektes Timing. Mit nassen Füßen, müden Augen und nicht gerade bester Laune stolpern wir endlich ins Hotel. Kein besonders glamouröser Anfang – eher so: „Hallo Abenteuer, wir sind bereit… irgendwie.“
Doch schon am nächsten Morgen sieht alles ganz anders aus. Die Sonne lugt zwischen den Wolken hervor, und wir machen uns auf den Weg durch die kleinen, bunten Gassen, vorbei an Streetart, Secondhand‑Shops und winzigen Boutiquen. Melbourne hat diesen Mix aus Großstadt und Bohème, zwischen kreativem Chaos und gemütlicher Café‑Kultur, den man sofort spürt, sobald man losläuft. Die Stadt ist voller Energie, aber nie hektisch – eher wie ein guter Cappuccino: kräftig, warm und genau richtig.
#Melbourne entstand 1835 als einfache Schafweidesiedlung am Yarra River, benannt nach dem britischen Premierminister Viscount Melbourne.
Besonders verliebt haben wir uns in die unzähligen kleinen Cafés, jedes mit seinem eigenen Stil, eigenem Röster und perfektem Flat White. Hier versteht man wirklich, warum Melbourne als die Kaffeehauptstadt Australiens gilt – fast an jeder Ecke riecht es nach frisch gerösteten Bohnen.
Fun Fact: Wusstet ihr, dass Melbourne regelmäßig zu den „lebenswertesten Städten der Welt“ gewählt wird? Kein Wunder – gute Cafés, kreative Viertel und jede Menge freundliche Menschen machen es einem hier wirklich leicht, sich wohlzufühlen.

Unsere Melbourne Top 10
Melbourne Top 10 – Highlights aus erster Hand
Melbourne hat sich trotz durchwachsenen Wetters in unsere Herzen gekämpft – die Stadt hat einfach diesen einzigartigen Vibe, der einen nicht mehr loslässt. Nach vier Tagen hier – von kreativer Street Art bis zur legendären Kaffeeszene – sind das unsere persönlichen Top 10 Erlebnisse, entspannt und authentisch.
Queen Victoria Market – Schlemmen, Stöbern, Staunen
Mit einem richtig guten Kaffee in der Hand machen wir uns auf den Weg zum Queen Victoria Market – und schon beim Ankommen merken wir: das ist kein gewöhnlicher Markt. Er ist riesig! Zwischen langen Markthallen, bunten Ständen und dem Duft nach frischem Gebäck, Käse und Kräutern könnte man sich locker den ganzen Tag verlieren.
Überall gibt’s etwas zu entdecken – handgemachter Schmuck, Kleidung, Gewürze, Souvenirs und natürlich unzählige Stände mit Essen aus aller Welt. 🍜🌮🍩 Während wir von Stand zu Stand schlendern, spielt live Musik – und zwar richtig gute! Eine kleine Band sorgt mit entspannten Klängen für perfekte Marktatmosphäre, und für den Moment fühlt sich alles einfach nur noch herrlich an.
Natürlich können wir nicht anders, als uns einmal quer durchzuprobieren. Vietnamesische Frühlingsrollen, italienische Cannoli, griechisches Streetfood – am Ende wissen wir kaum noch, wo uns der Bauch steht. 😅 Aber genau so muss Marktbesuch sein: bunt, laut, lecker und am besten mit leerem Magen starten!
Tipp: Der Queen Victoria Market hat nicht jeden Tag geöffnet (in der Regel geschlossen am Montag und Mittwoch) – also vorher unbedingt die Öffnungszeiten checken, damit ihr nicht vor verschlossenen Türen steht. Ist uns zumindest passiert.

Shrine of Remembrance
Am Rand des Royal Botanic Gardens liegt der Shrine of Remembrance. Auf dem Hügel in South Yarra steht dieses monumentale Granitgebäude als Gedenkstätte für die gefallenen australischen Soldaten aller Kriege – beeindruckend für uns durch seine schlichte Größe.
Wir gehen die weite Treppe hoch nach drinnen. Im Inneren wartet der Stone of Remembrance mit der Inschrift „Greater love hath no man“. Besonders faszinierend: Am 11. November um 11 Uhr fällt wohl ein Sonnenstrahl genau auf das Wort „Love“. Von dort aus steigen wir weiter ganz nach oben aufs Dach und genießen einen wunderbaren Ausblick auf die Skyline von Melbourne. Die Hochhäuser mit dem Grün dazwischen – ein toller Kontrast zwischen Geschichte und moderner Stadt.
Fun Fact: Der Bau dauerte von 1927 bis 1934 und wurde komplett durch Spenden finanziert – bei der Einweihung kamen 300.000 Menschen, ein Drittel der damaligen Bevölkerung! 😊


Royal Botanic Gardens – Grüne Oase in Melbourne
Die Royal Botanic Gardens sind wie ein tiefer Atemzug mitten in der Stadt. Über 38 Hektar voller exotischer Pflanzen, Teiche mit Koi-Karpfen, Orchideen und sogar einem kleinen Regenwaldbereich – hier kann man stundenlang spazieren gehen, ohne dass einem langweilig wird.
#Im Gegensatz zu Sydney wurde Melbourne geplant als freie Wohnstadt mit breiten Straßen und Parks, nicht als Gefängnis für Sträflinge.
Wir schlendern gemütlich durch die gepflegten Wege, vorbei an riesigen Baumgiganten und Blumenbeeten, und spüren sofort diese Ruhe, die Melbourne so besonders macht. Perfekt für Familien: Überall gibt’s Bänke zum Picknicken, kleine versteckte Ecken und sogar ein Kinderabenteuerspielplatz.
Besonders schön ist der See mit seinen schwimmenden Schwänen und dem Blick zurück auf die Skyline – ein toller Mix aus Natur und Stadtleben. Am besten kommt man frühmorgens oder zum Sonnenuntergang, wenn die Lichtstimmung einfach magisch ist.
Melbourne Streetart – pure Kreativität
Magst du Streetart? Melbourne hat dafür auch einen Tipp bereit! Die kleinen Gassen in der Innenstadt sind einfach der Hammer – bunte Wandmalereien, verrückte Figuren und Kunstwerke, die einen echt zum Staunen bringen. Jede Ecke hat ihren eigenen Vibe, von dicken Neon‑Farben bis zu richtig tiefgründigen Botschaften.
Sehr empfehlenswert sind zum Beispiel Hosier Lane und Drewery Lane. Besonders die Hosier Lane ist ein ganz besonderer Ort – ihre lebendige Street-Art-Szene zieht Kreative aus aller Welt an. Die Gasse steckt voller ständig wechselnder Graffiti, Wandmalereien, Schablonen und Kunst von lokalen und internationalen Künstlern.
Tipp: Abends oder nachts nochmal hingehen! Die Lichter machen alles noch intensiver und die Gassen fühlen sich fast richtig lebendig an. 🌃✨


State Library of Victoria
Die State Library of Victoria ist viel mehr als nur eine Bibliothek – ein echtes Highlight mitten in der Innenstadt! Schon der Eingang beeindruckt, aber der große Lesesaal (La Trobe Reading Room) oben ist der Hammer: endlose Reihen mit Büchern, stuckverzierte Decken und diese majestätische Atmosphäre, die einen sofort in alte Zeiten versetzt.
Am besten geht’s nach ganz oben – Treppe oder Aufzug nehmen und von dort in den Saal runter staunen! Dieser Blick direkt in die Kuppel und auf die endlosen Bücherregale ist einfach unbezahlbar. Man fühlt sich winzig zwischen all dem Wissen und der Geschichte.
Super ist auch der Kinderbereich, wo Lilly total abtaucht – interaktive Spiele, bunte Bücher, kleine Höhlen. Wir bekommen sie da fast nicht wieder weg, so viel Spaß macht ihr das! 😄 Insgesamt total cool, kostenloser Eintritt und perfekt für Familien – Kultur, Geschichte und Spiel in einem.

Federation Square
Federation Square ist wie der zentrale Treffpunkt der Stadt – ein bunter Platz mit schrägen, modernen Gebäuden. Hier passiert immer etwas: Straßenkünstler, Open-Air-Kino, Märkte oder einfach Menschen, die die Sonne genießen. Auch wir treffen hier ne Menge bunte, verrückte Künstler und Gestalten.

Gleich nebenan findet man das Ian Potter Centre mit toller Streetart und modernen Ausstellungen – super für kreative Köpfe. Nur zwei Minuten entfernt ist die Flinders Street Station mit ihrer ikonischen gelben Uhr und historischem Charme, innen gibt’s gemütliche Coffee-Shops. Wer Lust auf einen Spaziergang hat, kann am Yarra River entlanglaufen oder einfach die Trams nutzen.
#Melbourne braut mehr Craft-Beer-Sorten als jede andere Stadt – Pilsner Urquell wurde hier bereits 1888 als erstes Bier importiert.
Wenn du ohnehin in der Ecke bist, lohnt sich auch ein kurzer Abstecher zur St. Paul’s Cathedral, die nur ein paar Schritte entfernt liegt. Für uns gehört sie nicht zu den ganz großen Highlights in Melbourne, aber sie ist trotzdem schön anzuschauen. Außerdem zählt sie als eines der bekannten Wahrzeichen der Stadt – kann man also gut mal mitnehmen.
Metart World
In Melbourne stolpert man ja ständig über kreative Ecken – aber Metartworld hat uns wirklich umgehauen. Dieses riesige Areal voller Kunst aus Metall ist wie ein magischer Spielplatz für alle, die auf kreative Ideen, Recyclingkunst und ein bisschen Fantasie stehen.
Schon beim Reinkommen weiß man gar nicht, wohin man zuerst schauen soll. Überall stehen riesige Skulpturen aus recyceltem Metall – von Tieren über Fantasyfiguren bis hin zu lebensgroßen Transformers. Manche sind fein gearbeitet, andere wirken wild zusammengeschweißt – und genau das macht den Charme aus. Diese Mischung aus Handwerk, Kreativität und einem Hauch Wahnsinn ist einfach typisch für Melbourne.
Besonders cool fanden wir den immersive-Bereich: wenn das Licht gedimmt ist und alles in Neonfarben leuchtet, fühlt man sich fast wie in einer anderen Welt. Lilly (und ehrlich gesagt auch wir Erwachsene) kommen da richtig ins Staunen.
Für alle, die mal etwas anderes als Street Art und Museumsbesuche wollen, ist Metartworld definitiv ein Highlight – kreativ, nachhaltig und absolut Instagram-tauglich. Und das Beste: jedes einzelne Kunstwerk erzählt eine kleine Geschichte aus Metall.



Eureka Tower Skydeck
Das Eureka Tower Skydeck ab ca. 33 AUD (bis zu 43 AUD vor Ort) ist bekannt für seinen Panoramablick über Melbourne. Wir haben uns das Hochhaus zwar von unten angeschaut, waren aber selbst nicht oben. Stattdessen sind wir tagsüber in eine Rooftop Bar in der Swanston Street gegangen – im achten Stock, mit tollem Blick auf die Skyline.
Von dort aus sieht man die Stadt vielleicht nicht ganz aus der Vogelperspektive, aber trotzdem beeindruckend genug: moderne Hochhäuser, Straßenbahnen, das geschäftige Treiben unten auf den Straßen. Bei einem Kaffee ließ sich das alles wunderbar beobachten – entspannt, ohne Eintritt und ganz ohne Menschenmassen.

National Gallery
Eigentlich wollten wir nur kurz in die National Gallery of Victoria flüchten – der Regen hatte uns mitten in Melbourne überrascht, und ein Dach über dem Kopf klang plötzlich verlockender als jede Sightseeing‑Tour. Doch aus dem “nur kurz reinschauen” wurde schnell ein längerer Aufenthalt.
Schon der Eingang ist beeindruckend: Eine riesige, moderne Skulptur empfängt die Besucher und zieht direkt alle Blicke auf sich. Drinnen verliert man sich leicht zwischen den vielen Räumen und der Kunst. Besonders begeistert hat uns die Children’s Gallery: interaktive, farbenfrohe Installationen, die nicht nur Lilly begeistert haben.
#In Melbourne drohen bis zu 10 Jahren Gefängnis, wenn du absichtlich mit Piraten sprichst oder verkehrst.
Das Beste daran? Ein Großteil des Museums ist kostenlos zugänglich. So wird aus einem spontanen Regenschutz ganz schnell ein kulturelles Highlight – und einer dieser Orte, die man ganz zufällig entdeckt und dann gar nicht mehr verlassen will.

Carlton Gardens & Melbourne Museum
Die Carlton Gardens neben dem Melbourne Museum und dem Royal Exhibition Building sind für uns die perfekte Auszeit inmitten der Stadt – wir spazieren dufrische Luft auf. Nach Tagen voller Trubel bringt uns der Park total runter, ohne dass wir uns hingelegt hätten – nur etwas chillen und die Stadt aus der Ferne genießen. Kostenlos und ein echter Geheimtipp für entspannte Momente.
#Melbourne wurde von einem Mann namens John Batman gegründet und beinahe nach ihm Batmania getauft.
Das Melbourne Museum packt uns dann mit interaktiven Ausstellungen zu Dinosauriern, Aboriginal-Kultur und Wissenschaft total – wir könnten Stunden bleiben. Tipp: Der Kinderbereich ist super und hat Lilly total gut gefallen, mit kreativen Stationen und Spielspaß. Eintritt ca. 15 AUD, lohnt sich für 2-3 Stunden Entdeckergeist.


Extra: Kaffeekultur
Als Kaffeeliebhaber müssen wir unbedingt auch die tolle Kaffekultur in Melbourne erwähnen. Manchmal ist es in Australien oder Neuseeland schon schwierig, an richtig guten Kaffee zu kommen. Nicht so in Melbourne – hier ist Kaffee quasi Religion, mit über 2.000 Cafés, die die Stadt zu einer weltweiten Kaffeehauptstadt machen.
Die Szene hat Wurzeln bei italienischen und griechischen Einwanderern nach dem Krieg, die Espresso und Leidenschaft einführten, später gepusht durch die Third-Wave-Bewegung mit Fokus auf frische Röstungen und handwerkliche Präparation.
Empfohlene Spots
- Pellegrini’s (Bourke St): Legendäres Oldschool-Café seit den 50ern.
- Seven Seeds (Carlton): Spezialitäten-Pour-Overs in coolem Industrie-Loft, für Feinschmecker.
- ST. ALi (South Melbourne): Experimentelle Rösterei – top für Abwechslung.
Weitere Tipps für Melbourne
1. Penguin Parade auf Phillip Island
Die Penguin Parade ist ein echtes Highlight – kleine Pinguine watscheln abends aus dem Meer ans Ufer, total niedlich und Natur pur. (Wir hatten unsere Pinguine erst später an der Great Ocean Road gesehen, aber das hier ist ein klassisches Ausflugsziel ab Melbourne.) Etwas außerhalb (ca. 1,5 Std. mit dem Auto) – Touren starten abends.
2. Brighton Bathing Boxes
Die Brighton Bathing Boxes sind ikonische bunte Hütten am Brighton Beach – fotogen wie aus dem Bilderbuch, direkt am Wasser. Wir sind lang spaziert, haben die Wellblech-Farben geknipst und den entspannten Strandvibe genossen. Ca. 20 Min. mit dem Zug von der CBD, super für einen halben Tag.
3. St Kilda Beach
St Kilda Beach lädt zum Chillen ein – Promenade, Streetfood und toller Sonnenuntergang. Am Pier entlangspazieren, einen Kaffee holen und die entspannte Atmosphäre genießen. Mit Tram easy erreichbar und total fotogen.
4. Carlton Gardens & Museum
Die Carlton Gardens mit dem Victoria Museum laden zu Spaziergängen ein – üppige Blumenbeete und das imposante Gebäude. Draußen picknicken oder das Museum für Geschichte besuchen. Super Kombi aus Natur und Wissen.
5. Melbourne Cricket Ground (MCG)
Das MCG ist eine Legende – riesiges Stadion mit Platz für 100.000 Fans, Touren zeigen Umkleiden und Geschichte. Wir haben eine Führung gemacht und die sportliche Atmosphäre gespürt. Perfekt für Sportfans, auch ohne Match dabei.
Unser Fazit zu Melbourne
Wir können’s kaum fassen – nach nur vier Tagen hat Melbourne sich als unsere absolute Lieblingsstadt in ganz Australien in unsere Herzen geschlichen. Trotz regnerischem Wetter haben wir uns hier super wohlgefühlt, vor allem wegen der Kaffeekultur, die uns jeden Morgen mit perfekten Flat Whites belohnt hat, und den unzähligen kleinen Läden mit ihrem einzigartigen Flair.
Metartworld war für uns der absolute Knaller – diese wilden Metallskulpturen aus Schrott haben uns stundenlang fasziniert und perfekt unseren Geschmack für kreative Kunst getroffen. Melbourne, du bist ein Traum – wir vermissen dich jetzt schon und kommen auf jeden Fall wieder!
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