Wanderung zum Offersoykammen – Unsere Erfahrungen
Hei, hvordan har du det? (Hey, wie geht’s) Am Abend dieses unvergesslichen Lofoten-Tages wage ich (Niko) allein den Aufstieg zum Offersøykammen – wie sich später herausstellt ein echtes Highlight dieser Geheimtipp. Wir übernachten direkt am Fuß des Berges im gemütlichen Lofoten Base Camp, einer idyllischen Unterkunft direkt am Wasser, die den perfekten Ausgangspunkt bietet.
Anders als die bekannte Reinebringen-Wanderung bleibt Offersøykammen ein echter Geheimtipp, den die meisten Lofoten-Besucher ignorieren. Die 15-20% Steigung fordern, aber die immer schöner werdende Aussicht belohnt vom ersten Moment an. Fast oben erhasche ich den Blick auf den Haukland Beach – türkisfarbenes Wasser, weißer Sand, als läge die Welt zu meinen Füßen.
Von hier aus starte ich gegen 20:00 Uhr, mit Rucksack, Wasser und einer ordentlichen Portion Vorfreude. Der Gipfel auf 436 Metern über dem Meeresspiegel verspricht herrliche Ausblicke in alle Richtungen – auf die Insel Vestvågøya, türkisfarbenes Meer, Fjorde, andere Inseln und schroffe Gipfel.
Wander-Tipps für den Offersøykammen
- Beste Startzeit: Frühmorgens vor 8 Uhr oder abends nach 19 Uhr vom Parkplatz direkt über die Straße starten
- Ausrüstung: Wetterfeste Jacke, Handschuhe, Trekkingstöcke, profilierte Wanderschuhe (keine Sneaker!), Wasser + energiereiche Snacks
- Technik: Kleine Schritte auf steilen, sandigen Stellen; Hände zum Abstützen nutzen; Pausen in Grasflächen einlegen
- Wettercheck: Bei Regen/Wind/Nebel lieber aussetzen (extrem rutschig!)
- Extra: Drohne für Haukland-Shots (Wetter erlaubt); danach Basecamp-Sauna genießen
- Nicht geeignet für: Kleine Kinder, schlechte Kondition, Schwindelfreiheitsprobleme
Die zwei Aufstiegsmöglichkeiten in Kürze
Die steilere Route
- Der Einstieg befindet sich direkt gegenüber vom Lofoten Base Camp an der E10. Diese klassische steile Route mit bis zu 30% Steigung führt zunächst durch einen waldeten Hang ; Länge: ca. 1,2 km / 390 Höhenmeter Aufstieg: ca. 1,5 Stunden Abstieg: ca. 50 Minuten
Die sanftere Route
- Wer von Flakstad kommt, folgt der Europastraße E10 in Richtung Leknes, passiert Napp und durchquert anschließend den Nappstaumtunnelen. Gleich nach dem Tunnel befindet sich der Parkplatz auf der rechten Seite. Die sanftere Westroute über den See Dalvatnet, die nach einem Kilometer auf den Hauptpfad trifft und mit 15-20% Steigung sowie von Anfang an tollen Ausblicken belohnt; Länge: ca. 2,4 km / 390 Höhenmeter Aufstieg: ca. 1,5 Stunden Abstieg: ca. 1 Stunde
Mein Aufstieg: Schritt für Schritt ins Abenteuer
Ich entscheide mich führ die steilere Route. Vom Lofoten Basecamp aus laufe ich über die E10 und beginne gleich meinen Aufstieg nach oben. Dieser Aufstieg auf den Gipfel ist noch nicht so populär, sodass auch ausgetretene Pfade als Orientierung erst einmal selten sind. Es geht zuerst durch ein kleines Wäldchen. Hier lohnt es sich immer mal wieder einen Blick auch zurück zu werfen, denn die Aussicht ist einfach super schön.
Nun liegt ein weiterer Anstieg vor mir: rund 300 Höhenmeter auf gut einem Kilometer, konstant steil über Steine und Wiesen. Der Weg ist trügerisch. Immer wieder denke ich: „Da ist der Gipfel endlich.“ Ich werde mehrmals enttäuscht, bis es dann doch wirklich soweit ist. Ich schaue immer wieder zurück und bin von dem Ausblick total fasziniert.
Als ich endlich den Gipfel erreiche, zittern meine Knie vor Anstrengung! Die Aussicht ist überwältigend, ich verweile eine halbe Stunde, atme die klare Luft, knipse Fotos und sauge das 360-Grad-Panorama auf.In der Ferne kann man sogar den legendären Strand Haukland Beach und den Berg Mannen erkennen. Ich lege mich ins weiche Gras, lasse den Blick schweifen – hier oben bin ich ganz allein, umgeben nur von Wind und Natur. Was für ein Moment! Ich würde gerne länger bleiben aber ich muss mich beeilen, den es ziehen mehr und mehr Regenwolken auf.

Beim Abstieg setzte dann auch leichter Regen ein, der den sandigen, steinigen Pfad rutschig machte – ich musste jetzt doppelt konzentriert gehen. Jeder Schritt erforderte volles Bedacht, besonders auf den losen Stellen, wo ich mehrmals fast ausgerutscht wäre. Mit meinen guten Wanderschuhen und Trekkingstöcken blieb es machbar, aber deutlich anspruchsvoller als der trockene Aufstieg.
Warum du das nachmachen solltest
Die Tour auf den Offersøykammen ist ein beeindruckendes Erlebnis in der grandiosen Naturkulisse der Lofoten. Die Route begeistert mit malerischer Landschaft und spektakulären Aussichten und ist daher ein echtes Highlight für alle, die Norwegens Natur hautnah erleben möchten – zu jeder Jahreszeit. Der Weg ist mittelschwer und eignet sich damit sowohl für routinierte Wanderer als auch für Einsteiger, die eine lohnende Herausforderung suchen.

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