Reiseblog Jerusalem – Unsere Highlights & Erfahrungen
“Jerusalem – Eine Stadt unendlich vieler Kontraste.”
~Helena und Niko
Unsere Highlights in Jerusalem
Schalom, ma kore? (Hey, wie geht’s?)Du möchtest die schönsten Highlights Jerusalems entdecken? Dann findest du in diesem Beitrag bestimmt jede Menge Inspiration für deine Reise. Für uns war Jerusalem lange ein Ort, der sich unglaublich fern und fast schon unwirklich angefühlt hat – voller Geschichte, Magie und Einzigartigkeit. Und dann standen wir plötzlich selbst dort, mitten im Geschehen.
Wir sahen uns an und konnten kaum glauben, dass wir wirklich in Jerusalem angekommen waren. In genau dieser Stadt, die wir zuvor nur aus Büchern, Dokumentationen, Nachrichten und Videos kannten, wurde auf einmal alles real.
1.Klagemauer (Westmauer)
Hier spürt man die tiefe Spiritualität und die jahrtausendealte Tradition dieses besonderen Ortes ganz intensiv. Viele Besucher hinterlassen kleine Zettel mit persönlichen Wünschen in den Mauerritzen.
2.Tempelberg und Felsendom
Gleichzeitig ist dieser Ort politisch sensibel und spielt bis heute eine wichtige Rolle im Weltgeschehen. Die beeindruckende goldene Kuppel ist schon von weitem sichtbar.
3.Grabeskirche
Im Inneren herrscht eine besondere Atmosphäre zwischen Andacht, Geschichte und lebendigem Glauben vieler Besucher. Zahlreiche Pilger verweilen hier lange im Gebet.
4.Via Dolorosa
Ein berühmter Prozessionsweg in der Altstadt von Jerusalem. Hier taucht man tief in die religiöse Bedeutung und bewegte Geschichte Jerusalems ein. Die einzelnen Stationen sind durch kleine Kapellen und Zeichen markiert.
5.Mahane Yehuda Markt
Tagsüber kannst du hier lokale Spezialitäten probieren und das authentische Leben der Stadt hautnah erleben. Abends verwandelt sich der Markt in ein lebendiges Ausgehviertel.
6.Mount of Olives (Ölberg)
Von hier aus genießt du eine der schönsten Aussichten über Jerusalem und die beeindruckende Altstadt. Besonders zum Sonnenaufgang ist die Stimmung hier unvergesslich.

Ankunft in Jerusalem
Jerusalem ist nur eine kurze Busfahrt von Tel Aviv entfernt, aber es fühlt sich an, als wären wir in eine andere Welt eingetaucht. Die Stadt ist ein Schmelztiegel der Kulturen und Religionen, und die Spannung ist in der Luft spürbar. Ohne Zweifel ist Jerusalem eine der Hauptattraktionen Israels und eine der spektakulärsten Städte, die wir je besucht haben.
Es ist wirklich überwältigend, wie viele Dinge es in Jerusalem zu sehen und zu tun gibt, denn an jeder Ecke wartet eine neue Geschichte darauf, entdeckt zu werden.
Wahrscheinlich gibt es keinen einzigen Besucher im Heiligen Land, der Jerusalem nicht auf seiner Israel-Reiseroute hat, und das aus gutem Grund. Schließlich vereint die Stadt Geschichte, Kultur und Spiritualität auf eine Art und Weise, die man so kaum irgendwo anders findet.
Wie komme ich nach Jerusalem?
Von Tel Aviv aus kommst du ganz unkompliziert nach Jerusalem, denn die Busverbindung ist schnell, günstig und zuverlässig. Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten und kostet nur wenige Euro, während die Busse regelmäßig im 15-Minuten-Takt vom zentralen Busbahnhof abfahren. Allerdings solltest du beachten, dass während des Shabbats, also von Freitagabend bis Samstagabend, keine öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs sind.
Aktuelle Fahrpläne und Preise findest du direkt bei den Egged Bussen online. Alternativ kannst du natürlich auch ein Taxi oder einen privaten Shuttle nehmen, wobei diese deutlich teurer sind. Wir selbst sind mit dem Bus gefahren und waren wirklich positiv überrascht, da alles sauber, komfortabel und gut organisiert war.
Der nächstgelegene Flughafen befindet sich in Tel Aviv und wird von vielen deutschen Städten aus angeflogen, teils sogar direkt. Es gibt aber auch Verbindungen mit Zwischenstopp, zum Beispiel über Istanbul. Eine eher günstige Direktverbindung bietet Ryanair ab Karlsruhe an. Wir sind damals nach Eilat/Ovda geflogen und würden diese Route jederzeit wieder wählen.
Rosch ha-Schana
Es ist gerade Rosch ha-Schana, das hebräische Neujahr, als wir in Jerusalem ankommen. Wir feiern im Hostel das traditionelle Neujahrsfest mit Äpfeln und Honig, was für ein süßes neues Jahr steht.
#Während Rosch ha-Schana wird traditionell ein rundes Challah-Brot gegessen, das den Kreislauf des Jahres symbolisiert, und manchmal werden Rosinen hinzugefügt, um ein “süßes neues Jahr” zu wünschen.
Die Stimmung ist gut und wir kommen auch mit einigen Einheimischen ins Gespräch die extra zu diesem Anlass nach Jeruslaem gekommen sind. Der Nachteil ist, dass sämtliche öffentlichen Verkehrsmittel für ein paar Tage geschlossen sind, aber das hält uns natürlich nicht auf.


Sightseeing Jerusalem
Klagemauer
Unser erster Halt ist die Klagemauer, ein heiliger Ort für Juden aus aller Welt. Bevor du den Platz betrittst, musst du durch eine Sicherheitskontrolle mit Metalldetektor gehen, was ganz normal und Teil der Sicherheitsmaßnahmen ist. Lass dich auch nicht vom starken Aufgebot an Polizei und Militär überraschen, denn das gehört in Israel zum Alltag dazu.
Die Klagemauer ist ein Überrest der Stützmauer des antiken zweiten Tempels, der im Jahr 70 n. Chr. von den Römern zerstört wurde. Juden aus aller Welt beten dort und stecken oft Zettel mit Gebeten in die Fugen.
Zweimal im Jahr werden diese Zettelchen tatsächlich abgeholt und am Ölberg vergraben. Grund dafür: Durch die Berühmtheit der Mauer wird eine riesige Anzahl an Zettelchen in die Mauer gesteckt.
Es ist ein etwas besonderer Moment, die Gebete und Wünsche der Menschen zu sehen, die in die Ritzen der Mauer gesteckt werden, während eine stille, respektvolle Atmosphäre den Platz erfüllt und nur vom leisen Murmeln der Betenden durchbrochen wird.

Tempelberg
Weiter geht es zum Tempelberg, der sowohl für Muslime als auch für Juden eine enorme Bedeutung hat. Er beherbergt den Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee und gilt als Ort der Erschaffung der Welt sowie der ehemaligen jüdischen Tempel.
Der Tempelberg steht unter der Verwaltung der islamischen Waqf-Behörde, während Israel für die Sicherheit zuständig ist. Nicht-Muslime dürfen das Areal besuchen, das Beten ist ihnen jedoch untersagt.
Der Felsendom mit seiner goldenen Kuppel ist ein beeindruckendes Bauwerk, das wir nur von außen bewundern können, da der Zugang für Nicht-Muslime eingeschränkt ist. Trotzdem, die besondere Stimmung macht diesen Ort einzigartig.

Grabeskirche
Ein weiteres Highlight ist die Grabeskirche, einer der heiligsten Orte des Christentums. Der Überlieferung nach befinden sich hier die Stätten der Kreuzigung, Grablegung und Auferstehung Jesu. Sie wurde im 4. Jahrhundert unter Kaiser Konstantin erbaut, umschließt das vermutete Grab Jesu und wird heute von mehreren christlichen Konfessionen gemeinsam verwaltet.
Die Atmosphäre ist überwältigend, geprägt von Kerzenlicht, Weihrauchduft und dem leisen Murmeln von Gebeten, während Pilger aus aller Welt andächtig die verschiedenen Kapellen und Altäre besuchen.
Besonders faszinierend ist auch das Miteinander verschiedener christlicher Konfessionen, die sich diesen bedeutenden Ort teilen und ihm eine ganz eigene, vielschichtige Stimmung verleihen.

Das ultraorthodoxe Jerusalem
Im ultraorthodoxen Teil Jerusalems, etwa in Vierteln wie Mea Shearim, tauchen wir in eine völlig andere Welt ein, die stark von religiösen Regeln und Traditionen geprägt ist.
Männer in schwarzen Anzügen und Hüten sowie Frauen in bedeckter Kleidung prägen hier das Straßenbild. Immer wieder stoßen wir auf Schilder, die Besucher auf strenge Verhaltensregeln hinweisen.
Für uns wirkt die Atmosphäre eher angespannt und wir fühlen uns unwohl, da wir uns als Außenstehende deutlich fehl am Platz fühlen und die Distanz zwischen den Gemeinschaften spürbar ist.

Der hippe Teil Jerusalems
Doch Jerusalem hat auch eine überraschend moderne und kreative Seite, die wir vor allem in Vierteln wie Mahane Yehuda und rund um die Jaffa Street entdecken.
Zwischen stylischen Cafés, innovativen Restaurants und angesagten Bars pulsiert hier das Leben, besonders abends, wenn sich der Markt in ein lebendiges Ausgehviertel mit Musik und Streetfood verwandelt.
Dieser spannende Mix aus Tradition und Trend macht den besonderen Reiz der Stadt aus und zeigt, wie vielfältig Jerusalem wirklich ist. Jerusalem ist eine Stadt voller Geschichte und Spiritualität, die uns tief beeindruckt hat.

Von Jerusalem aus unternehmen wir eine Tagestour zum Masada Nationalpark und dem Toten Meer. Vom Toten Meer aus nimmt uns ein Bus vom Abraham Hostel wieder mit zurück nach Tel-Aviv. Von dort aus geht es mit dem Zug zur nächsten Station Haifa.
Jerusalem – Lohnt es sich?
Jerusalem ist kein Ort, den man einfach nur besucht – man spürt ihn. Schon beim ersten Schritt durch die alten Gassen hatte ich das Gefühl, in eine andere Zeit einzutauchen. Zwischen jahrtausendealten Mauern, dem Duft von Gewürzen und dem Stimmengewirr der Händler wird einem schnell klar: Diese Stadt lebt und atmet Geschichte.
Was mich besonders berührt hat, ist die unglaubliche Vielfalt auf kleinstem Raum. Hier treffen Kulturen, Religionen und Lebensweisen aufeinander – oft direkt nebeneinander.
Morgens stehst du an der Klagemauer, während du mittags durch den arabischen Markt schlenderst und anschließend am Nachmittag vom Ölberg über die gesamte Altstadt blickst. Dabei erzählt jeder Ort seine eigene Geschichte, sodass sich gleichzeitig alles auf besondere Weise miteinander verbunden anfühlt.
Jerusalem ist aber nicht nur historisch faszinierend, sondern auch laut, chaotisch, manchmal überwältigend – und genau das macht den Reiz aus. Man wird gefordert, sich darauf einzulassen, und wird dafür mit Eindrücken belohnt, die lange im Kopf bleiben.
Danke das du unseren Blog gelesen hast. Hat dir unser Reiseblog Jerusalem gefallen? Hier geht es zu weiteren unserer spannenden Berichte aus dem Nahen Osten.





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